Schweden senkt Strafmündigkeitsalter für schwere Straftaten auf 13 Jahre trotz Kritik
Die schwedische Regierung treibt Pläne zur Senkung des Strafmündigkeitsalters auf 13 Jahre für schwere Verbrechen wie Mord und Sprengstoffanschläge voran, nachdem Rechtsexperten heftige Kritik geübt hatten. Diese Initiative, die gemeinsam mit den Schwedendemokraten entwickelt wurde, sieht Strafnachlässe von bis zu 90 Prozent für die jüngsten Täter vor und soll im Juli in Kraft treten. Justizminister Gunnar Strömmer verteidigte den Vorschlag als notwendige Reaktion auf die zunehmende Rekrutierung durch Banden trotz der Bedenken von Kinderschutzorganisationen.Mia Edwall Insulander von der schwedischen Anwaltskammer bezeichnete die Gesetzesänderung als gefährliches Experiment, während UNICEF Schweden davor warnte, dass dies eine Abkehr von den Kinderrechten darstelle. Auch der Strafvollzug äußerte Vorbehalte gegen die Inhaftierung von 13-Jährigen aufgrund ihrer entwicklungsbedingten Unreife.Samuel Gonzales Westling von der
Linkspartei und
Amanda Lind von den
Grünen verurteilten den Schritt als unverantwortlich und verwiesen auf die Absurdität von Kindern, die Stofftiere mit ins Gefängnis nehmen.
:Montag